Okt
02
2009

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Die Architekten des Münchner Abkommens (von links): Neville Chamberlain (GB), Edouard Daladier (Frankreich), Adolf Hitler (Deutschland) und Benito Mussolini (Italien) - Foto: Wikipedia | Deutsches Bundesarchiv
Gastautor: Robert Schmidtchen
1938 rückte die ČSR in das Blickfeld Adolf Hitlers. Bei ihr handelte es sich aus nationalsozialistischer Sicht um einen “unnatürlichen und geschichtswidrigen Staat [...].” Schon im Frühjahr 1938 gab Hitler bekannt, dass er beabsichtige mittels Fall Grün “die Tschechoslowakei in absehbarer Zeit durch eine militärische Aktion zu zerschlagen.” Der Chef des Generalstabs des Heeres, General Ludwig Beck, zweifelte hingegen am Gelingen dieses Vorhabens. Weiterlesen »
Tags: Adolf Hitler, Deutsches Reich, Drittes Reich, Frankreich, Großbritannien, Italien, Münchener Abkommen 1938, Tschechoslowakei
Aug
02
2009

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August 1914: Begeistert ziehen deutsche Soldaten in den Großen Krieg. Quelle: Wikipedia | Deutsches Budesarchiv
Am Anfang des 20. Jahrhunderts war der Balkan das Pulverfass Europas. Im vorangegangenen Jahrhundert entstanden zahlreiche neue Staaten auf der Konkursmasse des Osmanischen Reiches. Sie hofften ihre nationalen Einheit zu vollenden – auf Kosten ihrer Nachbarn. So geschehen 1912 im Ersten Balkankrieg, als der Türkei die restlichen europäischen Gebiete entrissen wurden, und 1913 im Zweiten Balkankrieg, als Bulgarien seine ehemaligen Verbündeten wegen Gebietsstreitigkeiten angriff.
Die Konflikte auf dem Balkan vergifteten auch die Beziehungen zwischen den europäischen Großmächten. Österreich-Ungarn unterstützte das im Zweiten Balkankrieg unterlegene Bulgarien. Russland war ein Partner Serbiens, das alle Südslawen – auch die unter der Herrschaft der Habsburger lebenden – in einem südslawischen Einheitsstaat vereinen wollte. Es war eine Frage der Zeit, bis neue Spannungen in Südosteuropa ausbrechen … Weiterlesen »
Tags: 28. Juni 1914, Balkan, Deutsches Reich, Erster Weltkrieg, Frankreich, Großbritannien, Österreich-Ungarn, Otto von Bismarck, Russland, Serbien, Wilhelm II. von Preußen
Jul
28
2009

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Die deutsche Flottenrüstung, so einige Historiker, vergiftete das englisch-deutsche Verhältnis nachhaltig. Die englische Antwort auf die maritime Herausforderung des Deutschen Reiches: HMS Dreadnought. Quelle: Wikipedia
28. Juli 1914 – Österreich-Ungarn hat dem Königreich Serbien den Krieg erklärt. Am nächsten Tag begann die österreichisch-ungarische Armee mit dem Bombardement Belgrads, der Hauptstadt Serbiens. Der Anlass: Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinands durch serbische Nationalisten vier Wochen zuvor in Sarajewo (Bosnien-Herzegowina).
Was zunächst als ein neuer Balkankrieg gedeutet wurde, entwickelte sich zu einem Weltenbrand: Eine Woche später befanden sich Österreich und das Deutsche Reich mit der Entente Frankreich-Russland-Großbritannien im Krieg. Es folgten vier Jahre eines unvorstellbaren Gemetzels. Was waren die Ursachen für den Ersten Weltkrieg (1914-1918), für die “Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts”? Eine Spurensuche …
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Tags: Balkan, Balkankrieg, Bosnische Annexionskrise, Deutsches Reich, Entente cordiale, Erster Weltkrieg, Frankreich, Großbritannien, Österreich-Ungarn, Russland, Triple Entente
Dez
15
2008

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Friedrich von Holstein 1906 - Quelle: Deutsches Bundesarchiv | Wikipedia
Mit dem Abschied des Reichskanzlers Otto von Bismarck wurde er zur Schlüsselfigur der deutschen Außenpolitik: Friedrich von Holstein. Zwar bekleidete er “nur” das Amt eines Vortragenden Rates, aber die nachfolgenden Kanzler und Staatssekretäre des Äußeren schätzten seine Expertise. In ihren Augen war niemand aktenkundiger und keiner hatte mehr Erfahrung auf dem diplomatischen Parkett. Auch Kaiser Wilhelm II. vertraute den Einschätzungen Holsteins, der “Grauen Eminenz” im Auswärtigen Amt. Doch der außenpolitische Kurs, den Friedrich von Holstein konzipierte, sollte sich für das Deutsche Reich nicht auszahlen. Eine Zeitreise in die Wilhelminische Epoche … Weiterlesen »
Tags: Bernhard von Bülow, Christopher Clark, Deutsche Außenpolitik, Deutsche Geschichte, Deutsches Reich, Friedrich von Holstein, Graue Eminenz, Japanisch-Chinesischer-Krieg, John Röhl, Klaus Hildebrand, Konferenz von Algeciras 1906, Krüger-Depesche 1897, Leo von Caprivi, Marokko-Krise 1905, Otto von Bismarck, Robert Massie, Rückversicherungsvertrag, Thomas Nipperdey, Vertrag von Björkö 1905, Wilhelm II. von Preußen, Zweibund
Sep
07
2008

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Deutschland Anfang der 1930er Jahre. Wirtschaftskrise und eine instabile politische Lage hatten das Land fest in Griff. Ende 1932 schien sich das Blatt zu wenden: General Kurt von Schleicher übernahm die Kanzlerschaft.
Der neue Kanzler war auf dem guten Weg, politische und wirtschaftliche Stabilität zu schaffen. Aber zu einem hohen Preis: der Zerstörung der Weimarer Republik. Ein autoritäres Regime, gestützt auf den Vollmachten des Reichspräsidenten und vollkommen unabhängig vom Parlament, war das Ziel Schleichers und seiner politischen Gesinnungsgenossen um den greisen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.
Am 28. Januar 1933 war Schleicher nach nicht einmal zwei Monaten Regierens politisch am Ende. Der Reichspräsident lehnte seine weitere Unterstützung ab. Nun war der Weg frei für Hitler. Wie wäre aber die deutsche und europäische Geschichte verlaufen, wenn sich General Schleicher politisch behauptet hätte? Ein Experiment aus dem Bereich der virtuellen Geschichte. Weiterlesen »
Tags: Adolf Hitler, Bogdan Musial, Deutsche Außenpolitik, Deutsche Innenpolitik, Deutsches Reich, Drittes Reich, Franz von Papen, Friedrich Karl von Plehwe, General Franco, Irene Strenge, Klaus Hildebrand, Kontrafaktische Geschichtsschreibung, Kurt von Schleicher, Machtergreifung 1933, Militärdiktatur, Münchener Abkommen 1938, Nationalsozialismus, Niall Ferguson, Notverordnung, NSDAP, Paul von Hindenburg, Polen, Präsidialkabinette, Querfront, Sowjetunion, Virtuelle Geschichte, Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise